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Geschichte und Tradition


625 Jahre im Dialog mit Menschen, Reisenden, verschiedensten Kulturen. Eine kleine Ewigkeit am ersten Platz der historischen Altstadt Innsbrucks. Weil Tradition verpflichtet, führen wir unser Haus als Familienbetrieb mit MitarbeiterInnen, welche unserem Haus über Jahre und Jahrzehnte bereits die Treue halten. Dieser „Wohlfühleffekt“ befruchtet unser Tun, macht Gastfreundschaft spürbar und ist sichtbarer Ausdruck unserer Wertschätzung für Gäste, welche diese herzliche Dienstleistung immer wieder zu uns führt. Schön, dass Sie sich die Zeit für unsere Geschichte nehmen. Lassen Sie uns beim nächsten Besuch ein wenig persönlich darüber plaudern.

Herzlichst, Ihre Familie Hackl und das Adler-Team

Das Hotel Goldener Adler ist ein Hotel in der Altstadt von Innsbruck und zählt zu den ältesten und geschichts-trächtigsten Hotels Europas. Gereist wurde im Mittelalter nur am Tag, in der Nacht mussten Menschen und Pferde eine sichere Unterkunft haben. Die Tagesstrecken für Fuhrwerke und Kutschen sowie für Reisende zu Fuß betrugen früher zwischen 20 und 40 Kilometern. Gerade in bedeutenderen Siedlungen, vor allem in Städten, entstanden so zahlreiche Beherbergungs-betriebe, so auch der Goldene Adler zu Innsbruck. Seit seiner Gründung im Jahre 1390 wurden hier all die vielen Fuhr- und Kaufleute gastlich empfangen, die auf ihren Fahrten zwischen Italien und Deutschland Rast und Herberge suchten. Nicht von ungefähr wurde dieser Innsbrucker Gasthof im Laufe von Jahrhunderten von mehr bedeutenden Persönlichkeiten besucht als jedes andere Gasthaus an der alten Verbindungsstraße. Schon zur Zeit Kaiser Maximilian I. war der Adler bekannt. Kaiser Karl V., der von sich sagen konnte, dass in seinem Reich die Sonne nicht untergehe, soll sich am 6. April 1552 als flüchtender Reiter durch Tirol hier gestärkt haben. Schriftlich verbrieft ist folgendes Großereignis: Eine der “fürstlichsten Zechen” in diesem Gasthaus wurde im Februar des Jahres 1573 gemacht, als Erzherzog Ferdinand II. von Tirol, Gemahl der schönen Philippine Welser, zu einem großen Festschießen einlud. Für die “große Einkehr” der 416 Personen und 580 Pferde zählenden Gefolges kassierte der damalige Adlerwirt 1800 Gulden. Anscheinend sorgte dieser auch für die Unterbringung des Riesengefolges der auswärtigen Gäste außerhalb des eigenen Hauses.

Im Jahr 1689 erwarb die Familie Niederkircher die Gaststätte und hielt sie über 6 Generationen lang im Besitz. In diese Zeit fiel auch der Besuch von Kaiser Joseph II. er hatte eine weite Reise hinter sich, als er auf der Rückkehr von Paris, wo er seine Schwester Marie Antoinette besucht hatte, am 29. Juli 1777 durch das alte Inntor in die Stadt Innsbruck einfuhr. Er übernachtete als Graf Falkenstein im Goldenen Adler und beeindruckte die Innsbrucker durch seine gewinnende Leutseligkeit. Von der Wand der “Kaiser-Joseph-Stube” blickt sein Bild auf die späteren Gästegenerationen. So bekannt war der Goldene Adler, dass Leopold Mozart für sich und seinen berühmten Sohn Wolfgang im Jänner 1773 von Mailand aus ein Zimmer reservieren ließ. Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe kehrte gleich zweimal in diesem Hause ein. Das erste Mal hielt Goethe am 8. September 1786 auf seiner ersten Italienreise im Goldenen Adler Mittagsrast und unterhielt sich mit dem jungen Sohn des Wirtes, in dem er den “leibhaftigen Söller” aus einem seiner Werke erblickte. Ein Ölgemälde im Hoteleingang erinnert an diese Begegnung. Vier Jahre später nahm Goethe in Begleitung der Herzogin Amalie von Sachsen-Weimar zwei Tage Aufenthalt im Goldenen Adler. Die “Goethestube” wurde später zum Treffpunkt der Tiroler Dichter, Maler und Musiker. Auch in den Befreiungskriegen Tirols anno 1809 spielte der Goldene Adler eine Rolle. Hier wohnte der Volksheld Andreas Hofer nach seinem ersten Sieg über die napoleonischen Truppen und vom ersten Stock des Hauses aus richtete der Freiheitskämpfer am 15. August 1809 eine Ansprache an seine lieben “Sprugger”: “ I werd enk nit verlassen, so wahr i Andrä Hofer hoass. G'sagt hab i enk's, g'sehn habt's mi, b'hüt enk Gott!” Zwei Tafeln weisen auf diese Begebenheiten hin: Die westliche Tafel anlässlich des beschriebenen Aufstandes, die am Haus auf der östlichen Seite angebrachte Tafel stammt vom Gasthof Steinbock in Steinach am Brenner, wo Andreas Hofer während der Kämpfe öfter weilte und am 2. November 1809 die Unterwerfung beschloss. Nach dem Kriegslärm der Napoleonischen Ära führte auch der Adler ein beschauliches Dasein. König Ludwig I. von Bayern war mehrere Male zu Gast. Im Jahr 1828 nächtigte hier der Zaubergeiger Niccolò Paganini und kritzelte seinen Namen in eine Fensterscheibe des Zimmers, welches er bewohnte. Im Jahr 1856 berichtet die Innsbrucker Zeitung davon, dass „das hiesige Gasthaus zum „Goldenen Adler“ von dessen seitherigem Besitzer Penz an den Herrn Johann Botzenhardt verkauft wurde. Dieselbe Zeitung gedenkt am 4. Juni 1890 dem Besuch Goethes: „Morgen wird es hundert Jahre dass Goethe im Gefolge der Herzogin Anna Amalia und mit dem Kammerherrn von Einsiedel und dem Hoffräulein Thusnelda von Göchhausen auf der Rückreise von Venedig vom Brenner her hier eintraf und beim „Goldenen Adler“ abstieg, wo die Herrschaften zwei Tage lang die Zimmer des zweiten Stockwerkes bewohnten.“ Am 16. Juni 1903 veröffentlicht die Stadtzeitung die Verkaufsanzeige des Goldenen Adlers „an meinen Neffen Johann Hakl“. Die bildliche Darstellung war bei dem Eintrag dabei. Unter seiner Leitung – in den Archiven oft auch nur als Hakl geführt – war auch Erzherzog Eugen im Goldenen Adler zu Gast. An der Bar des Restaurants hängt heute noch ein „Zeitzeuge“: ein Brief von Erzherzog Eugen an den Goldenen Adler. Im selben Jahr wurde unter Hakl auch die Goethestube, das ehemalige Restaurant im ersten Stock, errichtet. Im April 1910 schreibt die Innsbrucker Zeitung:“ Wie man uns mitteilt, ist im Hotel zum „Goldenen Adler“ in Innsbruck ein prächtiges Kruzifix zu sehen, das vom Nürnberger Künstler Albrecht Dürer stammen soll in der Zeit von 1520 und 1528 geschnitzt worden sein und wird auf 66.000 Kronen bewertet.“ Die Hakls waren wohl Kunstliebhaber, Mäzene und Sammler. Johann Hakl ersteigert als Wirt des Goldenen Adlers um 261 Millionen Kronen – man stand kurz vor dem Höhepunkt der Inflation – das Riesenrundgemälde samt Rotunde. Ein Jahr später lässt er um viel Geld renovieren sowie einen Zubau errichten, um das Panorama kombiniert mit einer Gastwirtschaft zu nutzen. “Diesem kunstsinnigen, patriotischen Mann, der keine Mühe und Opfer gescheut hat, das bodenständige Werk der Heimat wieder zu erwerben, ist es also zu verdanken, dass das Rundgemälde dem Lande Tirol und der Landeshauptstadt erhalten blieb.” (Josef Hirn). Am 17. August 1924 wurde das Panorama wiedereröffnet und bis zu seiner Übersiedelung auf den Bergisel wurden jährlich über 200.000 Besucher gezählt. 1927 wurde der Goldene Adler von der Familie Cammerlander erworben und einige Generationen lang bewirtschaftet. In den Jahren 1957 und 1964 bei Renovierungsarbeiten die spätgotischen Fassadefresken wiederentdeckt. Der Goldene Adler wurde zur Jubiläumsfeier seines 600 jährigen Bestehens 1990 unter Berücksichtigung der Tradition des Hauses mit dem modernsten Hotelkomfort ausgestattet. Im Jahr 2004 erwarb die Familie Hackl das Haus und führt es seither mit viel Engagement und gelebter Gastfreundschaft. Gäste und Autoren mit biographischem Bezug zum Hotel Goldener Adler zu Innsbruck: 1573 Erzherzog Ferdinand II. von Tirol, Gemahl der schönen Philippine Welser, lädt nach dem Großen Festschießen zur Einkehr in den Gasthof Goldener Adler ein. 1790 logieren Goethe und die Reisegesellschaft rund um die Herzoginmutter Amalia im Hotel Goldener Adler, wo Goethe bereits 1786 auf seiner Reise nach Italien gespeist hatte. 1799 und 1803 verschlägt es den deutschen Schriftsteller Friedrich von Matthisson in den Goldenen Adler. Er lernt Tirol während seiner Tätigkeit als Reisegeschäftsführer der Fürstin Luise von Anhalt-Dessau kennen. 1804 logierten der Schriftsteller August von Kotzebue und seine dritte Ehefrau auf Hochzeitsreise im Oktober einige Tage im Goldenen Adler.

Gäste und Autoren mit biographischem Bezug zum Hotel Goldener Adler zu Innsbruck:


1828 Heinrich Heine logiert im August einige Tage im Hotel Goldenen Adler
1904 Erzherzog Eugen von Österreich besucht Tirol und quartiert sich im ersten Haus am Platz ein Berühmte Gäste der Neuzeit (Auszugsweise aus unserer Tafel am Eingang des Hotels):
1958 Maria Augusta Trapp
1969 Dr. Otto von Habsburg
1952 Albert Camus
1972 Jean Paul Sartre
1976 Leopold III, König von Belgien
1976 Kronprinz Harald von Norwegen
1976 Prinzessin Sonja von Norwegen
1978 Königin Juliane der Niederlande
1984 Königin Silvia von Schweden

Verfasser: DI Hannes Handle
Quellen: Wikipedia Klein, Hugo: Alt-Innsbrucker Gaststätten. Historische Plaudereien von Hugo Klein. Innsbruck: Wagner 1962 (Schlern-Schriften, 222). Walder-Gottsbacher, Peter: Vom Wirtshaus zum Grand-Hotel: Ein Spaziergang zu Innsbrucks historischen Gaststätten. Innsbruck; Wien [u.a.]: StudienVerlag 2002 (Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs; N.F., 28). Weingartner, Josef: Berühmte Tiroler Wirtshäuser und Wirtsfamilien. Innsbruck: Wagner 1956 (Schlern-Schriften, 159). Forschungsinstitut Brenner Archiv Homepage Hotel Fahrner Homepage Anton Prock

BEST WESTERN PLUS
Hotel Restaurant Goldener Adler
Herzog-Friedrich-Strasse 6
6020 Innsbruck, Austria


T: +43 512 57 11 11 0
T: +43 512 58 44 09
office@goldeneradler.com

Öffnungszeiten Hotel
Montag - Sonntag, 00:00 - 24:00 Uhr

Öffnungszeiten Restaurant
Montag - Sonntag, 11:30 - 22:30